Einleitung
Liposomen sind ein sehr vielseitiges Drug-Delivery-System, das nachweislich die Bioverfügbarkeit seines Wirkstoffs erhöht. Liposomen können entweder intravenös oder oral eingenommen werden. Der intravenöse Weg der Medikamentenverabreichung hat den großen Vorteil, dass er sicherstellt, dass die Liposomen direkt in den Blutkreislauf gelangen und die Liposomen sehr schnell mit den Zielzellen verschmelzen können. Dieser Weg könnte sehr gut für Krebstherapien geeignet sein. Aber für Nahrungsergänzungsmittel und normale Medikamente ist die intravenöse Verabreichung von liposomenverkapselten Molekülen viel zu invasiv. Eine wesentlich benutzerfreundlichere Art der Arzneimittelverabreichung ist der orale Verabreichungsweg. Einige Menschen sind jedoch skeptisch, ob es möglich ist, dass Liposomen den Magen-Darm-Trakt überleben. Im Laufe der Jahre wurden jedoch genügend Beweise für die Ergebnisse der oralen liposomalen Verabreichung von Medikamenten vorgelegt. (Amselem et al., o.D.; Degim et al., 2006; Jorge et al., 2008; Kraft, Freeling, Wang & Ho, 2014; Li & Chen, 2015; Spangler, 1990; Zülli et al., 2006) Es kann sein, dass die Liposomen aufgrund von Lipase und anderen Tensiden in der Darmflüssigkeit einer gewissen Lyse unterzogen werden. Das Phosphatidylcholin in den Liposomen kann sich jedoch in Mizellen umwandeln und sie wirken als Absorptionsverstärker, der die Aufnahme der lipophilen Moleküle durch die Epithelzellen des Darms gewährleistet.