bezorging-wit
Verzending binnen 1-2 dagen
klantenservice-wit
Deskundige klantenservice
essentiele-olien-wit
Humane-grade, biologische producten
getest-wit
Wetenschappelijk bewezen ingrediënten
bezorging-wit
Verzending binnen 1-2 dagen
klantenservice-wit
Deskundige klantenservice
essentiele-olien-wit
Humane-grade, biologische producten
getest-wit
Wetenschappelijk bewezen ingrediënten
bezorging-wit
Verzending binnen 1-2 dagen
klantenservice-wit
Deskundige klantenservice
essentiele-olien-wit
Humane-grade, biologische producten
getest-wit
Wetenschappelijk bewezen ingrediënten

Warum funktioniert nicht ein Protokoll für alle Patienten?


NGD-Pflege | Hund & Katze

Warum die Genesung bei jedem Tier in unterschiedlichem Tempo verläuft

Das gleiche Protokoll, ein anderes Tempo. Was dieser Unterschied über die Biologie deines Tieres aussagt.

NGD-Pflege | Stefan Veenstra, DVM

In der Praxis hören wir das oft. Ein Hund beginnt mit einem Darm- oder Hautprotokoll und innerhalb von zwei Wochen sehen die Besitzer eine deutliche Verbesserung. Ein anderer Hund folgt genau derselben Bahn, aber erst nach zwei Monaten beginnt es Bewegung.

Das ist kein Versagen des Protokolls. Das ist Biologie.

Ein Protokoll ist kein Medikament, das ein Symptom unterdrückt, sondern eine Intervention, die dem Körper hilft, sein eigenes Gleichgewicht wiederherzustellen.

— NGD-Pflege · Integrative Veterinärmedizin

01

Das Darmmikrobiom: die Ökologie der Erholung

Das Darmmikrobiom ist keine einfache Liste von Bakterien, sondern ein vollständiges Ökosystem aus Bakterien, Pilzen, Viren, Hefen und deren Abfallstoffen. Gemeinsam bestimmen sie, wie das Immunsystem reagiert, wie viel Entzündung vorhanden ist, wie viele Nährstoffe aufgenommen werden und wie viele Neurotransmitter (Signalstoffe für das Nervensystem) produziert werden.

Klinische Erkenntnisse
Ein Hund mit einem relativ stabilen Mikrobiom kann oft schnell auf Unterstützung reagieren. Aber ein Tier mit jahrelanger Dysbiose (gestörtes bakterielles Gleichgewicht), einer Antibiotikageschichte oder langfristiger Medikamentennutzung braucht einfach mehr Zeit, bevor das System wieder ins Gleichgewicht kommt.

02

Das Proteom: Was der Körper tatsächlich tut

Neben dem Mikrobiom spielt auch das Proteom eine Rolle. Das Proteom ist die Gesamtmenge an Protein, die der Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt produziert. Diese Proteine steuern praktisch alle Prozesse im Körper, von Entzündungsreaktionen und Enzymaktivität bis hin zur Hormonregulation und Entgiftung.

Zwei Hunde mit derselben Diagnose können daher biologisch in einem völlig unterschiedlichen Zustand sein. Ein Hund hat eine leichte Aktivierung des Immunsystems, während der andere seit Jahren in einem Zustand leichter Entzündung mit erhöhten Zytokinen (Signalmittel, die Entzündungen auslösen) befindet.

03

Mitochondrien: Wiederherstellung kostet Energie

Genesung erfordert Energie. Darmzellen müssen sich erneuern, Immunzellen müssen reagieren, die Haut muss reparieren und die Leber muss entgiften. Alle diese Prozesse benötigen ATP, den von den Mitochondrien produzierten Treibstoff, den Energiefabriken der Zelle.

Warum die Erholung langsamer verlaufen kann

Wenn die Mitochondrien durch chronische Entzündungen, eine Ansammlung toxischer Substanzen, langfristige Medikamenteneinnahme, oxidativen Stress (Schäden durch einen Überschuss an freien Radikalen) oder Alterung geschwächt sind, verläuft die Genesung oft langsamer. Manchmal muss das Energiemanagement erst verbessert werden, bevor ein Protokoll eine sichtbare Wirkung zeigen kann.

04

Stress und Lebensumfeld

Chronischer Stress erhöht das Stresshormon Cortisol. Langfristig erhöhte Cortisolspiegel beeinflussen unter anderem die Permeabilität der Darmwand, die Zusammensetzung des Mikrobioms und das Gleichgewicht des Immunsystems. Ein Hund, der in einer stabilen, ruhigen Umgebung lebt, reagiert oft anders auf Therapie als ein Hund, der ständig Anspannung oder Überstimulation erlebt.

05

Alter und Dauer der Symptome

Das Alter eines Tieres und die Dauer der Symptome beeinflussen ebenfalls die Geschwindigkeit der Genesung. Mit dem Alter nimmt die Vielfalt der Darmbakterien oft ab, die Kapazität der Mitochondrien nimmt ab und der oxidative Stress nimmt zu.

Die Dauer der Beschwerden macht einen erheblichen Unterschied. Langfristige Symptome können zu Veränderungen der Gewebestruktur, epigenetischen Anpassungen (Veränderungen in der Lesung von Genen, ohne die DNA selbst zu verändern) und chronischer Aktivierung von Entzündungsprozessen führen. Je länger ein Problem besteht, desto mehr Zeit benötigt der Körper, um das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Auch die genetische Veranlagung spielt dabei eine Rolle. Manche Rassen sind stärker empfindlich gegenüber Entzündungen oder anderem Fettsäurestoffwechsel.

06

Ernährung und Aufnahme

Nicht nur die Qualität der Nahrung ist wichtig, sondern auch die Frage, ob der Körper diese Nahrung tatsächlich verdauen und aufnehmen kann. Faktoren wie Magensäureproduktion, Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse und die Gesundheit der Darmwand spielen dabei eine große Rolle.

Welpen, die durch Kaiserschnitt geboren oder früh im Leben mit Antibiotika versorgt werden, können eine andere mikrobielle Basis entwickeln. Daher sind sie manchmal anfälliger für Allergien, Hautprobleme oder Müdigkeit, selbst ohne offensichtliche Darmbeschwerden.

Überblick

Die Faktoren, die die Genesungsrate bestimmen

Mikrobiom
Zustand und Vielfalt der Darmflora
Proteom
Topische Proteinproduktion und Entzündung
Mitochondrien
Energiemanagement- und Rückgewinnungskapazität
Genetische Veranlagung
Rassenempfindlichkeiten und Fettsäurestoffwechsel
Stress und Lebensumfeld
Cortisol, Routine, Überstimulation
Alter und Dauer der Beschwerde
Dauer und Tiefe der Störung
Ernährung und Aufnahme
Qualität und Verdaulichkeit
Medikamentengeschichte
Antibiotika, Kortikosteroide, Entzündungshemmer, Insektizide

Was bedeutet das in der Praxis?

Wenn ein Tier nicht sofort auf ein Protokoll reagiert, bedeutet das nicht, dass es nicht funktioniert. Das bedeutet, dass die Wiederherstellung ein komplexer Prozess ist, der mehrere Systeme gleichzeitig umfasst.

Wusstest du das?
Die ersten Anzeichen der Genesung sind oft subtil: besserer Schlaf, ruhigeres Verhalten oder eine mildere Form der Symptome. Dies sind die ersten Anzeichen dafür, dass das System sich auf eine Erholung zubewegt.

Manchmal braucht man mehr als nur das Protokoll. Zusätzliche Therapien können die Genesung beschleunigen, wie Akupunktur, chinesische Kräuter, Ozontherapie, Goldakupunktur, Lasertherapie oder manchmal vorübergehende Anwendung regelmäßiger Medikation.

Schlussfolgerung

Von integrativer und systemorientierter Veterinärmedizin entwickeln wir unsere Protokolle so sorgfältig wie möglich. Doch es gibt kein universelles Protokoll, das für jedes Tier exakt gleich funktioniert.

Jedes Tier ist ein einzigartiges biologisches System. Das Mikrobiom, das Proteom, die Mitochondrien, die genetische Veranlagung, das Stresslevel, das Alter, die Ernährung und die Lebensumwelt bestimmen zusammen, wie schnell die Genesung stattfinden kann.

Der Vergleich mit anderen Tieren ist biologisch nicht nützlich. Mit Einsicht, Geduld und Individualisierung zu führen ist es.

Wenn ein Protokoll nicht ausreichend Wirkung auf Ihr Tier hat, können Sie uns gerne kontaktieren.

Kontaktieren Sie uns →

Systembiologie
Mikrobiom
Integrative Veterinärmedizin
Genesung
Darmgesundheit

Dieser Text ist als allgemeine Information gedacht und ersetzt nicht individuelle tierärztliche Ratschläge. Im Zweifelsfall wenden Sie sich immer an Ihren Tierarzt.
NGD-Pflege | Stefan Veenstra, DVM

Weitere Artikel in Blog, Systembiologie
Artikel in den Warenkorb gelegt.
0 Artikel -  0,00